Französische Pistazien Macarons nach dem Original Rezept von Ladurée Paris

luxuriös königlich

Französische Macarons stehen für die Köningsklasse des Backens - sowohl was den Geschmack angeht als auch vom Aufwand und Anspruch sie zu backen.
Das Mandelbaiser nach Pariser Art ist unter seiner hauchdünnen, glatten Kruste weich, feucht, schließlich cremig und zergeht zartschmelzend auf der Zunge. Mir läuft direkt das Wasser im Mund zusammen bei dieser Schilderung 😋.

Macarons sind die königlichste Leckerei der französischen Patisserie: ein wundervoll luftig-leichtes Stück Luxus. Einen Macaron zu essen (selbstverständlich voller Andacht!), ist wie in eine Wolke zu beißen. Sie als „Kekse“ zu betiteln wäre fatal. Nein, Macarons sind alles andere als bodenständig und mit gewöhnlichen Keksen vergleichbar. Doch sie sind auch weit davon entfernt mit den überkandidelten Petit Fours auf eine Stufe gestellt zu werden, dafür fehlt ihnen die Arroganz. Macarons sind einfach einzigartig.

Macarons kaufen

Zugegeben im Supermarkt braucht ihr sie nicht zu kaufen. Da lohnt sich das Geld in der Regel nicht. Diese trockenen Gebäcke haben nicht viel mit dem zu tun, wie französische Macarons eigentlich schmecken sollten. Zwei luftig leichte Mandelbaiserhälften, die mit köstlicher Buttercreme, Ganache, Sahnecreme oder Konfitüre gefüllt eine echte Geschmacksexplosion im Mund auslösen. In einer Patisserie eures Vertrauens oder beispielsweise im KaDeWe direkt beim Ladurée-Verkaufsstand, könnt ihr dagegen eher entsprechende Qualität erwarten. Wenn ihr also nicht selbst in der Küche stehen wollt, kann ich wärmstens empfehlen in einer sehr guten Patisserie zuzuschlagen. Bereitet euch allerdings auf hohe Preise vor, denn pro Macaron zahlt man gut und gern zwischen 3 und 6 Euro. Auch wenn ihr mal in Frankreich unterwegs seid und beispielsweise direkt in Paris Macarons genießen wollt, müsst ihr tiefer in die Tasche greifen. Passt hier jedoch vor allem auf, keiner Touristen-Abzocke zum Opfer zu fallen und holt euch Macarons nur in einer Traditions-Patisserie. Ansonsten kriegt ihr auch dort nur die trockenen Supermarkt-Teile, die mit eigentlichen Macarons nicht viel gemeinsam haben.

Französische Macarons selbst backen

Macarons haben eine eigene Persönlichkeit und wollen mit dem nötigen Maß an Anbetung und Respekt behandelt werden. Die zarten Baiserschalen können selbst gestandene Bäcker zum Weinen bringen.
Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich trotzdem ran zu wagen. Der Aufwand lohnt sich und eure Liebsten werden begeistert sein. Mit Geduld, Zeit und Genauigkeit und dem beherzigen einiger Macaron-Gesetze, werden die französischen Macarons definitiv gelingen.

Bevor ich es vergesse! Das zurückgreifen auf Fertigbackmischungen für Macarons ist eine absolute Sünde! Vor allem sind sie überhaupt kein Ersatz für selbst gemachte Macarons. Nur noch Wasser hinzugeben und tadaaaa: ein seelenloser Macaronzombie ist geboren!!

Rezept für französische Pistazien Macarons

Nun kommen wir endlich zum Original Rezept von Ladurée Paris für leckere Pistazien Macarons. Für mich ist es „Pistachio“ eine meiner absoluten Lieblingssorten. Ich habe wirklich schon sehr sehr viele Ladurée Macarons, aber auch Macarons anderer Hersteller verköstigt und Pistazie war immer in den TOP 3 dabei! Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wo ich dieses Original Rezept von Ladurée überhaupt herbekommen habe? Nunja, relativ einfach: Es gibt das originale Kochbuch von Ladurée zu kaufen. Ich habe es mir extra aus Frankreich einfliegen lassen und es für euch ins Deutsche übersetzt. Hier nun also das gesamte Rezept für Pistazien Macarons nach dem Original Rezept von Ladurée.

Französische Pistazien Macarons nach dem Original Rezept von Ladurée Paris

Das königliche Gebäck für den besonderen Anlass: französische Macarons in der edlen Sorte Pistazie. Das Rezept für diese einzigartige Leckerei kommt Original aus der Pariser Traditions-Patisserie Ladurée. Zugegeben, es ist die hohe Kunst des Backens und sicher kein einfaches Unterfangen Macarons selbst zu backen. Aber glaubt mir, die Anstregungen und Mühen zahlen sich am Ende aus, mit einer ganz besonderen französischen Leckerei.
Portionen 50 Macarons
Zubereitungszeit 2 Stdn. 10 Min.
Kühlphase 12 Stdn.

Equipment

  • kleiner Kochtopf
  • Digitales Küchenthermometer
  • Elektrischer Standmixer / Zerkleinerer
  • Spritzbeutel mit einer½ Zoll (10 mm) glatter Spitze
  • Mixer mit Schneebesen-Aufsatz
  • flexibler Spatel
  • Spritzbeutel mit einem 10 mm Aufsatz (glatt)

Zutaten

Für die Schalen (Shells)

  • 190 g gemahlene Mandeln (Mehl)
  • 85 g gemahlene Pistazien (Mehl)
  • 250 g Puderzucker
  • 6 1/2 Eiweiß bei Raumtemperatur
  • 210 g Zucker

Für die Füllung

  • 200 g Zucker
  • 50 ml Wasser
  • 75 g Eigelb (entspricht etwa 3 großen Eiern)
  • 250 g ungesalzene Butter
  • 30 g pure Pistazienpaste

Anleitungen

Die Macaron-Schalen (Shells) backen.

  • Vermische die gemahlenen Mandeln, Pistazien und den Puderzucker mit einem Zerkleinerer bzw. Standmixer. Zu einem feinen Pulver pulsieren und dann sieben.
    Pistazien Macarons Zubereitung
  • In einer sauberen, trockenen Schüssel die 6 Eiweiße vorsichtig schaumig schlagen. Ein Drittel des Zuckers hinzufügen und etwa 1 Minute lang schlagen, bis er sich aufgelöst hat. Die Hälfte des restlichen Zuckers hinzufügen und 1 Minute lang weiterschlagen. Restlichen Zucker zugeben, etwa eine Minute lang weiter schlagen, bis sich feste, glänzende Spitzen bilden. Die gesiebte Mandel-Pistazien-Zucker-Mischung mit einem Spatel vorsichtig unter den Eischnee heben. In einer kleinen Schüssel das ½ Eiweiß schaumig schlagen und unter den Pistazien-Makronenhüllen-Teig rühren, um ihn anzufeuchten und weich zu machen.
    Pistazien Macarons Zubereitung
  • Den Teig in einen Spritzbeutel mit einer glatten Spitze geben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und kleine, gut verteilte 3 bis 4 cm große Teigkreise darauf spritzen. (Hierfür gibt es wiederverwendbare Silikon-Backmatten, die bereits runde Kreise im richtigen Abstand zueinander aufgemalt haben.) Klopfe das Backblech leicht auf die Arbeitsfläche, um die Kreise zu verbreitern. Lasse das Blech 10 Minuten lang abgedeckt stehen, damit sich eine Kruste bilden kann. Heize den Ofen auf 150 °C oder Gasstufe 2 vor. Backe die Schalen für 14-15 Minuten backen.
    Pistazien Macarons Zubereitung
  • Gebe etwas kaltes Wasser in ein kleines Glas. Nehme das Backblech aus dem Ofen; hebe vorsichtig die Ecken des Backpapiers an. Schiebe einen Spritzer Wasser unter das Papier, direkt auf das heiße Backblech. Die Feuchtigkeit und der entstehende Dampf helfen, die Schalen leichter zu entfernen, wenn sie kalt sind. Verwende nur nicht zu viel Wasser, sonst werden die Schalen durchweicht. Hebe die Hälfte der kalten Schalen vorsichtig vom Pergamentpapier ab und lege sie mit der flachen Seite nach oben auf einen Teller.

Die Pistaziencreme-Füllung herstellen.

  • Bereite die Pistaziencremefüllung vor. Zucker und Wasser in einen Topf geben, erst rühren, wenn sich der Zucker auflöst, dann zum Kochen bringen. Kochen, bis die Temperatur des Sirups 120 °C beträgt. Mit einem Mixer mit Schneebesenaufsatz die Eigelbe schlagen. Lasse den Mixer auf mittlerer Stufe. Bei mittlerer Geschwindigkeit gießst du das kochende Sirup langsam über die Innenseite der Schüssel in das Eigelb. Erhöhe die Geschwindigkeit und schlage kräftig, bis die Temperatur der Mischung 40 °C beträgt. Füge nach und nach die Butter hinzu. Schlage weiter bis die Mischung abkühlt und glatt und cremig ist. Fügen die Pistazienpaste hinzu.
  • Die fertige Pistaziencreme in einen Spritzbeutel mit glatter Spitze geben. Die Füllung auf die flachen Seiten der einen Hälfte der Macarons spritzen; mit den restlichen Macaron-Schalen bedecken. Stelle die Macarons vor dem Servieren mindestens 12 Stunden lang in den Kühlschrank.
  • Nun kannst du das köngliche Gebäck genießen 🤍.
Autor: veggievi
Gericht: Dessert, Kleinigkeit, Nachspeise
Land & Region: Französisch, French
Schlagwort: Bakery, besonders, dessert, edel, French Flavour, luxuriös

Tipp: Im Gegensatz zu Keksen können Macarons nicht lange ohne geschmackliche Einbußen aufbewahrt werden. Innerhalb von zwei bis vier Tagen werden sie hart.

Das passende Getränk zu den französischen Pistazien Macarons: Champagner

Die Franzosen haben mit Champagner eine perlende Köstlichkeit geschaffen, die perfekt zu königliche Macarons passt. Auch wenn ich euch wirklich dringend daran erinnern möchte, dass man nicht nur an Silvester den Champagner-Korken knallen lassen kann🍾 ,sondern man definitiv öfter mit einem guten Tropfen, einfach das Leben genießen sollte, so ist Champagner natürlich ein eher kostspieliger Luxus, den sich die meisten von uns nicht regelmäßig gönnen. Um trotzdem souverän aufzutreten, wenn es dann mal soweit ist und wir ein wenig geschwollen mit erlesenem Experten-Halbwissen glänzen können, hier einige Hinweise rund um das Thema Schampus 😁

  • Champagner wird typischerweise aus drei Traubensorten hergestellt, von denen zwei sogar rot sind: Chardonnay (weiß), Pinot Meunier (rot), Pinot Noir (rot). Champagner ist also, meistens, eine sogenannte Assemblage aus verschiedenen Rebsorten, oft sogar aus verschiedenen Lagen. Es gibt Champagner auch in Varianten aus nur einer Traubensorte. Diese sind zugegeben aber nicht mehr ganz „von der Stange“ und werden häufig in Kleinstauflagen von nur ein paar Hundert Flaschen produziert. Demnach diese Champagner auch einen entsprechenden Preis.
  • Die meisten Schaumweine verbessern sich durch Lagerung nicht und schmecken zum Zeitpunkt, an dem sie die Kellerei verlassen, am besten. Beim Champagner gilt als Faustregeln, dass eine Flasche nicht älter als ein Jahr sein sollte. Eine eventuell vom Fest im Vorjahr übrig gebliebene Flasche dürfte also zum Jahreswechsel in diesem Jahr bereits merklich an Frucht und Finesse eingebüßt haben. Schaut also immer auf das Abfülldatum beim Kauf und holt ihn frisch, wenn ihr ihn auch zeitnah trinken wollt!
  • Champagner schmeckt besser, wenn er mit ausreichend Zeit vor dem Öffnen (mindestens 6 Stunden), am besten über Nacht, gut durchkühlt. Kurz vor dem servieren, legt den Champagner noch für 15 Minuten in das Gefrierfach – so trinken ihn die Franzosen. Ich habe diesen Tipp aus verlässlicher Quelle (einem gebürtigen Franzosen 😜).
  • Eine Flasche Champagner monatelang im Kühlschrank liegen zu lassen, falls sich mal ein Anlass zum Feiern ergeben sollte, ist zwar praktisch, aber nicht gut für das empfindliche Getränk: Da sich durch das Öffnen der Kühlschranktüre die Temperatur laufend verändert und das Licht ständig an und aus geht, hat dies Auswirkungen auf den Geschmack. Lasst die Flasche besser im Keller (oder unten im Kleiderschrank) stehen und kühlt sie einen Tag bevor ihr sie trinken wollt. Zusatzinfo: Einmal gekühlt, dürfen Champagner, Sekt & Co. nicht wieder warm werden. Kauft daher immer ungekühlte Flaschen ein, wenn ihr nicht vor habt diese sofort zu trinken.
  • Woran erkennt man den Profi beim Öffnen? Der Laie hält die Flasche fest und dreht am Korken. Der Profi aber hält den Korken fest und dreht an der Flasche – dadurch hat man nämlich eine deutlich besser Hebelwirkung.
  • Ein Tipp, der schon vom Sekt bekannt sein dürfte: Wird die Flasche beim Öffnen schräg gehalten, vergrößert sich die Oberfläche des Schaumweins im Flaschenhals. Der Druck kann besser entweichen und somit ein Überschäumen vermieden werden. Beim Eingießen in die Gläser genauso verfahren und die Gläser schön schräg halten.
  • Auch wenn es zur fröhlicher Stimmung verlockend passend erscheint: Gerade bei hochwertigen Schaumweinen sollte man ein lautes „Plopp“ beim Öffnen vermeiden und eher den Korken schön langsam „kommen lassen“, dass nur ein leises „Pfsst“ zu hören ist.
  • Sektschalen, wie man sie aus den James-Bond-Filmen der 60er-Jahre kennt, taugen höchstens, um darin ein Dessert zu servieren 😅. Hochwertige Schaumweine jedoch sollten aus flöten-, oder noch besser, tulpenförmigen Gläsern getrunken werden.
  • Bloß nicht das Glas umklammern: den Champagner am besten am Stil oder am Fuß des Glases festhalten, dann bleibt das Getränk am längsten kühl. Vor allem aber, sieht es besser aus.
  • Kalkablagerungen oder Verunreinigungen im Glas wirken als Kristallisationspunkte für die gelöste Kohlensäure und lassen den Wein übermäßig stark schäumen und daher rasch sein Spiel verlieren. Deshalb stets auf sauber polierte Gläser achten.
  • Falls es wirklich mal dazu kommen sollte, dass ein Rest in der Flasche übrig bleibt, den man am nächsten Tag noch trinken möchte, so verschließt man diese so dicht es geht und stellt sie möglichst kalt. Wer keinen speziellen Sektverschluss hat, kann dafür auch einen normalen Weinkorken verwenden. Das immer noch hier und da erwähnte „Verschließen“ der Flasche durch einen in den Flaschenhals gesteckten Silberlöffel ist völlig nutzlos.
  • Scharfe Speisen mit viel Chili, extreme Gewürze wie Knoblauch oder auch saure Aromen wie Gurken sind keine guten Champagner-Begleiter. Ansonsten passt aber außergewöhnlich viel zu diesem feinen Getränk, vor allem salzige und fette Speisen! Es gibt unglaublich viele köstliche Speisen-Champagner-Kombinationen, deshalb ist es schade, das Getränk nur für einen Umtrunk aus dem Schrank zu holen. Als Begleitung zur Vorspeise, denn eigentlich lässt sich der Champagner mit allen Gängen gut kombinieren.

Falls du Pinterest hast, kannst du mich hier finden und gern folgendes Bild pinnen 🙂

Du hast das Rezept ausprobiert?

Bitte sei doch so lieb und bewerte das Rezept unten im Kommentar-Feld, ich würde mich riesig freuen 😍. Teile gern deine Erfahrungen und berichte, wie dir das Rezept gefallen hat, nur so kann ich besser werden und mehr auf deine Wunsche eingehen! Du kannst mich auch gern in deiner Story oder deinem Beitrag auf Instagram verlinken. Ich freue mich immer riesig, wenn meine Rezepte nachgekocht werden. Verlinke mich unter @veggievi.de. Herzlichen Dank 🤍

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