Veganes Weihnachtsmenü

Zeit anderen eine Freude zu bereiten

Weihnachten ist das Fest der Liebe und ich finde es toll, dass es ein Fest unter diesem Motto gibt. Es ist eine Zeit der Besinnung und Fürsorge. Eine Zeit, in der wir außerhalb unseres eigenen Alltagsstressses auch mal wieder mit den Menschen zusammenkommen, die uns wichtig sind und die wir vielleicht länger schon nicht gesehen haben. Wir nehmen uns die Zeit für unsere Mitmenschen und geben anderen gern etwas ab. Geschenke, gutes Essen, anderen eine Freude machen und sich füreinander freuen – Das tut sehr gut und ich freue mich jedes Jahr riesig auf diese Besinnlichkeit. Doch ich denke in dieser Zeit nicht nur an meine Freunde und Familie, sondern vermehrt auch an Menschen, denen es nicht so gut geht.

Ein reicht gedeckter Tisch und ein Weihnachtsbaum voller Geschenke sind ein Privileg, das viele Menschen nicht genießen können.

Ich weiß nicht warum, aber immer gegen Ende des Jahres packt mich auch ein Stück Wehmut und der Wille etwas Gutes zu tun. Allerdings mag ich einfach keine Spenden in Form von Geld, da ich gern wissen möchte, was genau damit passiert. Irgendwie ist mir das auch zu unpersönlich. Vielmehr bin ich Fan von Sachspenden. Vielleicht habt ihr ähnliche Gedanken und wisst nicht so richtig, was genau ihr da tun könnt. Aus diesem Grund möchte ich denen von euch, die helfen können und möchten ein paar Ideen mit auf den Weg geben etwas Gutes tun zu können:

  • Kleidung spenden: Mistet euren Kleiderschrank aus und gebt warme Kleidung, Schuhe, Decken, Schals und alles, was ihr eh nicht mehr braucht an Organisationen wie Caritas, Awo oder Diakonie. Eine Weitere Anlaufstelle dafür ist außerdem das Deutsche Rote Kreuz. Einen ganz spannenden und umfangreichen Artikel zum Thema Altkleider richtig spenden findet ihr bei enorm Magazin.
  • Erfüllt Kindern einen Wunsch: Zu Weihnachtszeit gibt es viele Aktionen bei denen ihr Kindern in Not einen Wunsch von ihrem Wunschzettel erfüllen könnt. Ihr erfahrt vorher, was genau sich das Kind wünscht und schickt ein selbstgepacktes Paket los. Es gibt viele Anbieter für diese tolle Idee, zum Beispiel die Paket Aktion Kinder helfen Kindern, die Johanniter Weihnachtstrucker, Geschenk mit Herz oder Kinderweihnachtswunsch. Haltet auch unbedingt in örtlichen Kaufhäusern oder der Touristeninformation Ausschau nach „Wunschbäumen„. In größeren Städten gibt es meist solche, mit Wunschzetteln behangenen Weihnachtsbäume, von denen ihr euch den Wunschzettel eines Kindes abnehmt und diesen Wunsch erfüllt.
  • Weihnachtspäckchen für die Tafeln in eurer Region. Dort könnt ihr Lebensmittel spenden oder euch an der jeweiligen Weihnachtsaktion beteiligen. Informiert euch gezielt über die Tafel bei euch vor Ort.
  • Ihr habt sicher ein paar Sachen, die ihr einer sozialen Einrichtung spenden könntet, wisst aber nicht wohin? Von Möbeln, über Spielzeuge, Bücher, Hausrat und Sonstiges könnt ihr auf wohindamit.org in eurer Region all diese Dinge spenden.
  • Nicht alle Kinder und Jugendliche haben die gleichen Chancen auf einen Schulabschluss. Corona und damit einhergehend Homeschooling machen es noch schlimmer. Kein Geld für einen Laptop zu haben, erschwert die Situation, daher brauchen diese SchülerInnen Hilfe. Ihnen könnt ihr Laptops spenden, die ihr nicht mehr benötigt. Das geht z.B. bei Teach First und Computer For All. Weitere Möglichkeiten, um funktionsfähige Computer sinnvol zu spenden, findet ihr bei Utopia.de.
  • Oder geht doch einfach mal wieder Blut spenden oder spendet Plasma.
  • Und in diesem Zusammenhang lege ich euch außerdem ans Herz: füllt euren Organspendeausweis aus, falls ihr das nicht schon längst getan habt. Das geht jetzt auch ganz easy online.
  • Guter Konsum macht die Welt besser. Mit dem Kauf von nachhaltigen Produkten macht ihr die Welt ein Stück besser. Es gibt mittlerweile ein riesiges Angebot solcher Produkte, eine sehr gute Plattform, auf der ihr diese einkaufen könnt, ist GoodBuy.
  • Unterstützt Social Business und nachhaltige Unternehmen! Eine umfangreiche nachhaltiger Unternehmen findet ihr hier. govolunteer hautfarben Buntstiften goodbuy.eu

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Erich Kästner

Einen sehr guten Beitrag mit weiteren Ideen zu dem Thema hat Stefanie Rink von coolibri verfasst. Klickt einfach auf den Link, um mehr darüber zu lesen. Informiert euch doch einfach mal in eurem Umfeld, in eurer Region, im Internet oder den sozialen Netzwerken wie ihr vielleicht unterstützen könnt. Auch kleine Dinge, die für viele von uns selbstverständlich sind, können für andere einen großen Unterschied machen.

Gutes tun, auch für die Tiere

Warum schreibe ich das nun alles ? Im Grunde geht es nicht nur um menschliches Wohl, sondern auch um Tierwohl. Denn natürlich ist es wichtig Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen, aber genauso wichtig ist es eben auch Tieren gegenüber. Um auch hier ein paar Möglichkeiten zu geben, wie ihr helfen könnt, einige Ideen:

  • Lokale Tierheime unterstützen durch Care-Pakete. Schickt ein Paket mit Futter, Tierspielzeuge oder sonstige Zubehör-Artikel an das Tierheim in eurer Region. Die Adresse findet ihr auf Google. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, ruft vorher an und fragt, was am dringendsten gebraucht wird.
  • Manchmal müssen auch gar keine Sach- oder Geldspenden sein. Wie wäre es zum Beispiel damit eine Petition zu unterstützen? Dafür braucht ihr nur eure Kontaktdaten in ein Online-Formular eintragen, eure Mail-Adresse bestätigen und gebt damit eine virtuelle Stimme für eine nützliche politische Sache ab. Viele diese Petitionen gibt es zum Beispiel auf openPetition (dort lassen sich auch Themen wie Tierschutz filtern) oder auf Greenpeace. Schaut natürlich, dass es ihr nur Dinge unterstützt, die ihr selbst als wichtig und sinnvoll erachtet.
  • Vegetarische oder sogar vegane Rezepte kochen und sei es auch nur hin und wieder.
  • Überdenkt gezielt euer Kaufverhalten und nehmt nur das mit, was ihr wirklich verbraucht. Damit vermeidet ihr Lebensmittel unnötig wegzuschmeißen. Schaut euch hierzu auch die spannenden Infos der Welthungerhilfe zum Thema Lebensmittelverschwendung an. Ab und zu bewusst auch mal gar nichts kaufen, ist auch eine Möglichkeit. Dann könnt ihr kreativ werden und mit dem Kochen, was da ist. Auf meinem Instagram-Profil zeige ich euch regelmäßig Ideen aus „Vivi’s Reste Rampe“ wie ihr Reste verwerten und leckere Dinge daraus kochen könnt. Dann müsst ihr auch weniger wegwerfen.
  • Greift im Supermarkt bewusst zu Bio-Produkten. Die Produktion von Bio-Lebensmitteln schädigt die Umwelt weniger als konventionelle Landwirtschaft, die Lebensmittel sind gesünder aufgrund der nicht verwendeten Pestizide und die Tieren werden artgerechter gehalten. Vor allem bei Fleisch und sonstigen tierischen Produkten wie Milch und Eiern lege ich euch zum Wohl der Tiere unbedingt Bio-Produkt ans Herz. Schaut auch, ob sich in eurer Nähe regionale Bauernläden finden lassen oder ihr direkt beim Erzeugen kaufen könnt.

Es gibt viele Gründe für veganes Weihnachtsessen

Ich bin wirklich froh zu sehen, dass der Trend zur vegetarischen oder sogar veganen Ernährung immer größer wird. Und ich weiß wie schwer es sein kann sich dahingehend umzustellen. Aber es ist doch auch gar nicht schlimm, wenn das nicht direkt der Anspruch aller ist. Ich finde es schon total klasse, wenn sich Menschen diesem Thema überhaupt einmal öffnen und sich damit auseinandersetzen. 

Für Weihnachten wird es immer schwieriger etwas zu kochen, das allen schmeckt und das alle essen können. Viele Unverträglichkeiten, Allergien oder Ernährungsstile stellen die Weihnachtsköche vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Ein sicherer Weg, mit dem man so gut wie alle ins Boot holt, sind vegane Gerichte. Daher habe ich euch ein veganes Weihnachtsmenü zusammengestellt, das ganz ohne Milch, Fleisch und Eier auskommt. Und dabei unglaublich gut schmeckt! 

Alle Rezepte für ein veganes Weihnachtsmenü

Der erste Gang des veganen Weihnachtsmenüs besteht aus einer cremigen Maronensuppe mit knusprigen Zimtcroutons. Von Oktober bis Dezember hat die Esskastanie Saison und eignet sich perfekt für die Zubereitung nussig milder Speisen. Diese Suppe stellt die Marone ins Rampenlicht und ist wirklich etwas Besonderes.

Cremige Maronensuppe mit Zimtcroutons
Dieses Rezept für eine cremige Maronensuppe lebt von der Frische der Zutaten. Natürlich müsst ihr die Gemüsebrühe nicht selbst machen, wenn ihr nicht wollt, aber man schmeckt es wirklich. Falls ihr frische Maronen kaufen könnt, macht es bitte! Die vakuumierte Variante ist völlig okay als Alternative, aber absolut kein Vergleich zu frischen Maronen. Diese Suppe ist wirklich der Knaller. Sie schmeckt nussig mild und passt perfekt in die kalte Jahreszeit.
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Tipp: Ihr könnt die Suppe ganz bequem 1 -2 Tage vorher vorbereiten und zum Weihnachtsessen nur kurz erwärmen und mit den Zimtcroutons bestreuen. Auch die Croutons halten sich einige Tage und können gut vorbereitet werden!

Der Hauptgang ist ein klassischer Weihnachtsbraten, nur ohne Fleisch. Die Füllung besteht aus …. und wird ummantelt mit einer knusprigen Blätterteig Schicht. Als Beilage serviert ihr Pastinaken in brauner Haselnussbutter. Das Schöne an diesem Gericht: ihr könnt den Braten sowie die Beilage bis zum Schritt, wo beides jeweils in den Ofen kommt, bereits vorbereiten. Das reduziert den Stress und ihr müsst zeitlich nur noch so planen, dass es rechtzeitig fertig gebacken ist.

Veganer Weihnachtsbraten
Dieser vegane Weihnachtbraten besteht zu großen Teilen aus Linsen, Rosenkohl, Pilzen und Nüssen. Eingepackt in einen Wintermantel aus Blätterteig, kriegt ihr eine knurpsige Hülle mit zartem Kern. Die dazugehörige Bratensauce hat ein sehr würziges Aroma und läd fast schon zum pur Essen ein. Als Beilage gibt es nussig milde Pastinaken aus dem Ofen.
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Das Highlight zum Schluss: Alle Schokoladen-Liebhaber werden hier so richtig auf ihre Kosten kommen. Als Dessert gibt es nämlich unfassbar saftigen Lebkuchen-Brownie mit Blaubeeren und einer dicken Schokoschicht. Die Brownies lagert ih am besten im Kühlschrank und nehmt sie kurz vor dem Servieren raus. Etwa eine Woche halten sich die Schokokuchen so frisch und können demnach bestens vorbereitet werden.

Saftige Lebkuchen-Brownies
Von diesen Lebkuchen-Brownies werdet ihr nicht genug bekommen! Sie sind unglaublich saftig und super schokoladig.
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Tipp: Die Brownies halten sich eine ganze Woche im Kühlschrank und ich empfehle definitiv sie 1-2 Tage vor dem Menü vorzubereiten. Für 4 Personen sind es ohnehin zu viele, ihr könnt also schon mal vorkosten 😉

Der Pluspunkt dieses veganen Weihnachtsmenüs: ihr könnt wirklich alles sehr gut vorbereiten und habt am Tag des Servieren wenig Stress. Es ist absolut empfehlenswert, dass ihr euch nicht zu viele Dinge gleichzeitig aufladet. Plant lieber genug Zeit für Dekoration, Spontanität und für euch selbst ein. Nichts ist schlimmer als ins Zeitnot zu geraten und die Krise in der Küche zu bekommen, weil die hungrigen Gäste bereits aufs Essen warten. Ich spreche aus Erfahrung 😉 Schaut euch hierzu auch meine Tipps für den perfekten Abend als Gastgeber an. So könnt ihr Pannen in der Küche vermeiden und eine entspannte Zeit haben, trotz vieler Vorbereitungen.

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